Tagesfahrt der Kreisverbände Gifhorn Nord & Süd
Veröffentlicht am 21. Jun 2009 von I.Dralle
Viele frohgelaunte LandFrauen starteten zu ihrem alljährlichen Ausflug am Mittwoch, dem 10.06.2009 . Das Ziel in diesem Jahr die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, die in diesem Jahr 20 Jahre geöffnet ist.
Im Zonengrenzmuseum Helmstedt wurden wir sehr anschaulich an die deutsch-deutsche Grenze erinnert. Aus der zunächst durchlässigen “Grünen Grenze” entwickelte sich eine der undurchlässigsten Grenzen der Welt. Passierscheine und Ausweise, ein Modell der Sperranlagen und originale Bestandteile der Grenzanlagen konnten wir anschauen.
Ein Patrouillenmotorrad, Auszüge aus Fluchturteilen und originale Fluchtmittel zeugten davon, dass Tausende von Menschen im Laufe der Jahre die Sperranlagen der DDR-Grenze zu überwinden versuchten.
Die Grenzziehung brachte große Veränderungen im wirtschaftlichen Leben mit sich. Die Trennung wird durch die unterschiedliche Währung veranschaulicht, auch das Verkehrsgefüge Deutschlands wurde an zahlreichen Stellen unterbrochen. Als eine der wenigen Durchlässe entstand an der Bundesautobahn nach Berlin, der Grenzübergang Helmstedt-Marienborn. Dieser Ort war bis 1989 das Nadelöhr zwischen Ost und West. Helmstedt-Marienborn war Synonym für eine Grenze, die nicht nur Deutsche trennte, sondern Europa, die Welt in zwei sich feindlich gegenüberstehende militärisch – politische Machtblöcke und in zwei konkurrierende Wirtschaftssysteme spaltete.
Erinnern und Gedenken brauchen einen Ort. Diese Gedenkstätte ist ein geeigneter Ort, sich an Erlebtes, seelische Verletzungen oder Ängste im Zusammenhang mit der Teilung Deutschlands zu erinnern.
Es läuft einem kalt den Rücken runter, wenn man die einzelnen Stationen durchläuft.
Am 13. Aug. 1996 wurde die Gedenkstätte eröffnet. Zu dieser Gedenkstätte gehört das Grenzdenkmal Hötensleben, das auf einer Länge von 350 Metern den originalen Ausbau der Grenzanlagen dokumentiert.
Nach dem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir in den Elm.
Hier informierten wir uns über das Friedwald-Konzept.
Friedwald – Die Bestattung in der Natur. Das ist die natürliche Alternative zur bislang gewohnten Form der letzten Ruhe. Ungewöhnlich, aber in jeder Beziehung würdevoll. Friedwälder sind große, natürlich gewachsene Eichenwälder oder lichte Mischwälder.
So individuell wie Sie selbst sind, sind die Möglichkeiten in einem Friedwald seinen letzten Ruheplatz zu finden. Für den Abschied lässt der Friedwald viel Raum. Auf Wunsch erinnert eine Namenstafel am Baum an den Verstorbenen, seine Asche wird an den Wurzeln beigesetzt. die Grabpflege übernimmt später die Natur. Ein Friedwald-Baum ist eine Ruhestätte für einen langen Zeitraum.
“Hier hilft die Natur den Menschen bei ihrer Trauer, und der Wald kann so bleiben, wie er ist.”   Sabine Gleisner-Kuß
Nach einem spannenden und informativen Tag mit Austausch unter den Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern und vielen neuen Eindrücken verabschiedeten sich die LandFrauen von einander und freuen sich auf das nächste Jahr und das nächste Ziel.






